Wann ist Outsourcing von Softwareentwicklung die richtige Wahl für Start-ups?

Wann ist Outsourcing von Softwareentwicklung die richtige Wahl für Start-ups?

Outsourcing von Softwareentwicklung kann beängstigend sein – mein Start-up hat sich für inhouse entschieden. Aus diesen Gründen war es die falsche Entscheidung

Jedes Start-up, egal ob skalierbar oder mit einem einzigartigen Alleinstellungsmerkmal für den entsprechenden Markt, muss im Regelfall in die Entwicklung einer proprietären Software investieren. In den meisten Fällen ist die Entwicklung dieser Software die größte Ausgabe, die ein Start-up auf dem Weg zur Generierung von Einnahmen und zur Rentabilität hat.

Ich kenne beide Seiten. Zwischen 2012 und 2017 war ich innerhalb von 5 Jahren Mitbegründer und Geschäftsführer eines webbasierten Start-ups, bevor ich mich schlussendlich aus dem Geschäft zurückzog. Jetzt arbeite ich für ein IT-Outsourcing-Unternehmen, das Software für eine Vielzahl von Unternehmen entwickelt, von Start-ups bis zu einigen der größten Konzerne in Europa.

Als ich und mein Mitbegründer die Software unseres Start-ups entwickelten, haben wir zuerst mit externen Agenturen zusammen gearbeitet. Wir haben aber anschließend die strategische Entscheidung getroffen, ein internes Entwicklerteam aufzubauen.

Wir haben diese Entscheidung auf der Grundlage dessen getroffen, was wir damals für gute Argumente hielten und dachten, wir würden hierdurch:

  • Mehr Kontrolle haben
  • Die Freigabe beschleunigen
  • Kosten senken

Am Ende lagen wir falsch. Der Versuch, die Kapazitäten für die Softwareentwicklung in Eigenregie aufzubringen, hat sich als der größte strategische Fehler herausgestellt. Es hat uns viel Geld gekostet und unseren ROI beim Ausstieg drastisch vermindert.

Ich kann durchaus verstehen, warum so vielen Start-up-Gründern immer noch ein internes Entwicklerteam als Idealbild vorschwebt. Nachdem ich aber selbst diesen Prozess durchlebt habe, bin ich nun davon überzeugt, dass die Argumente, die die Gründer zum Aufbau interner Kompetenzen hervorbringen, nicht den wahren Begebenheiten standhalten.

Tatsächlich bin ich mir in den meisten Fällen sogar sicher, dass das Risiko eines Start-ups durch die hauseigene Softwareentwicklung aufgrund folgender Faktoren sogar noch erhöht wird:

  • Weniger Kontrolle
  • Verlangsamte Freigaben
  • Höhere, unflexible Ausgaben
  • Ablenkung der Gründer von profitableren Aufgabenfeldern

Wenn ich eine Zeitreise machen könnte, würde ich mich darauf konzentrieren, den richtigen externen Softwareentwicklungspartner zu finden. Im folgenden Abschnitt gehe ich hierauf genauer ein.

Warum jedes Start-up seine eigene hochwertige Software entwickeln sollte

Gibt es ein modernes Start-up-Unternehmen im Jahre 2020, das nicht auf einer eigenen, maßgeschneiderten Software basiert? Wenn wir den Begriff „Start-up“ als ein Unternehmen definieren, das mit dem Zwecke der Skalierbarkeit gegründet wurde, dann ist es sicherlich nicht falsch zu behaupten, dass jedes Start-up seine eigene Software entwickeln muss. Selbst ein Start-up mit einem physischen Produkt, was nur selten große Mengen an Risikokapital anzieht, benötigt hochwertige kundenorientierte Webanwendungen für Marketing und den Vertrieb.

Um schnell Marktanteile und Größenvorteile zu erreichen, müssen Start-ups fast immer versuchen, sich in irgendeiner Weise von der Konkurrenz abzuheben. Das bedeutet normalerweise eine von wenigen Möglichkeiten:

  • Sie schaffen Mehrwert durch eine einzigartige Variation eines vorhandenen Produkts oder einer Dienstleistung.
  • Sie bieten ein bestehendes Produkt oder eine Dienstleistung günstiger an.
  • Die Nutzerfreundlichkeit des Produkts oder der Dienstleistung wird erhöht

Fast ausnahmslos unterstützt hochwertige, maßgeschneiderte Software neue Start-ups bei der Bereitstellung ihres Alleinstellungsmerkmals, das sie benötigen, um Marktanteile zu gewinnen.

Wenn ein Start-up ein völlig neues Produkt oder eine neue Dienstleistung anbietet, für die ein neuer Markt geschaffen werden muss, ist es noch wahrscheinlicher, dass proprietäre Software das Leistungsversprechen untermauert.

Schließlich sind vor allem bei Start-ups die Anleger in den meisten Fällen nur dann bereit, Risikokapital zu einer für den Gründer bzw. Mitbegründer attraktiven Bewertung anzulegen, wenn das junge Unternehmen über eigenes geistiges Eigentum und/oder proprietäre Systeme verfügt, die Hindernisse für den Markteintritt darstellen und hieraus ein Wettbewerbsvorteil entsteht. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Software, von denen Start-ups die Eigentümer sind.

Typische Einwände, die  Start-ups bei der Übergabe ihrer Softwareentwicklung an einen IT-Outsourcing-Partner haben

Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen, da ich einige Jahre auf der anderen Seite als Mitbegründer eines Start-ups gearbeitet habe, bevor es weiterverkauft wurde. Es handelte sich hierbei um eine webbasierte Medien- und Vergleichsseite für Anlageprodukte; unser Hauptkapital war die Webseite selbst.

Wir haben unser MVP (Minimum Viable Product) mit einer externen Softwareagentur entwickelt, haben weitere Funktionen mit einem zweiten Drittanbieter hinzugefügt und schließlich unser eigenes Team aus drei Webentwicklern (PHP –  es war 2013 J) und einem Frontend-Designer aufgebaut.

Wir haben uns aus den gleichen Gründen wie viele Start-up-Gründer für ein eigenes Entwicklerteam entschieden:

  • Wir hatten einige Probleme mit unseren externen Entwicklungspartnern.
  • Wir glaubten, wir hätten mehr Kontrolle über die Mitarbeiter in unserem Büro.
  • Wir waren davon überzeugt, dass wir mehr für unser Geld bekommen würden, wenn wir die nötige Kontrolle hätten und obendrein nicht die Marge der Agentur zu den Grundkosten zahlen müssten.

Aus heutiger Sicht ist es einfach zu sagen, dass diese Entscheidung mehr als nur schlecht war und uns viel Geld gekostet hat. Da ich persönlich als Start-up-Gründer tätig war, bin ich mir durchaus über die Einwände bewusst, die gegen eine Zusammenarbeit mit IT-Outsourcing-Unternehmen bei der Entwicklung von proprietärer Kernsoftware sprechen. Schließlich hängt der zukünftige Wert des Start-ups im hohen Maße von der Software ab.

Einige Jahre später hätten mein Mitbegründer und ich kein internes Softwareentwicklungsteam eingestellt. Es ist zwar richtig, dass wir auch einige Probleme mit den externen Agenturen hatten, mit denen wir anfangs zusammengearbeitet haben, vor allem im Hinblick auf die Veröffentlichungsfristen, aber diese Probleme hätten wir mit einer besseren Partnerwahl umgehen können. Wir hätten uns mehr Zeit dafür nehmen sollen, eine geeignete Methodik bei der Auswahl unserer externen Webentwicklungspartner zu entwickeln. Dies hätte vermieden, dass wir nur eine niedrige Priorität für unsere Outsourcing-Partner hatten.

Wir waren für unseren Partner nämlich nur ein relativ kleines Projekt und als andere finanziell bedeutsamere Projekte hinzukamen, sank unser Stellenwert weiter – dies war zumindest unsere damalige Einschätzung. Die Agentur bestand nämlich nur aus 3 Entwicklern, die wahrscheinlich oft jenseits ihrer Leistungsgrenzen arbeiteten, anstatt neue Projekte abzulehnen. Daher wurden wir fallengelassen, als mehr Arbeit hinzukam. Durch diese Erfahrungen wissen wir heute, dass  die Auswahl einer größeren Agentur mit mehr Flexibilität bei der Verteilung ihrer Ressourcen, die Forderung nach strengeren Vertragsstrafen bei Verspätungen und die Einführung eines weitaus detaillierteren Projektplans die richtigen Schritte sind, um mögliche Partner zu vermeiden, die ihre Fristen nicht einhalten können.

Die Probleme, die unser eigenes Team mit sich brachte, nahmen große Ausmaße an. Hierzu zählten:

Mangel an Flexibilität in unseren Overheadkosten

Der mit Abstand größte Nachteil eines 4-köpfigen Inhouse-Entwicklerteams waren die hohen Gehälter, die wir jeden Monat zahlen mussten. Das war für eine Weile in Ordnung, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt wurden die Kosten für uns zu einem ernsten Problem. Wenn wir unsere Softwareentwicklung ausgelagert hätten, wären wir in der Lage gewesen, die Arbeit an neuen Features über einige Monate hinweg zu reduzieren oder auszusetzen, wenn uns der Cashflow die Entwicklung nicht ermöglicht hätte.

Eine Reduzierung der Entwicklung an einigen Stellen wäre zwar ein Kompromiss gewesen, hätte uns aber erheblichen Stress erspart. Und letztendlich wäre unser Start-up zum Zeitpunkt des Verkaufs weitaus mehr wert gewesen, wenn unser Cashflow-Management besser gewesen wäre.

Um mit den fixen Overheadkosten für die Bezahlung unserer Mitarbeiter schritthalten zu können, haben wir stattdessen beträchtliche Schulden durch Steuernachforderungen angehäuft. Diese machten einen erheblichen Teil des Betrags aus, wofür die Firma letztendlich verkauft wurde – somit wurde ein Großteil von dem zunichtegemacht, wofür wir so hart gearbeitet hatten.

Eine größere Flexibilität bei unseren Overheadkosten, insbesondere bei unseren höchsten Kosten für die Softwareentwicklung, hätte zu einem finanziell gesünderen Start und einem besseren Exit-Ergebnis für uns als Mitbegründer geführt.

Probleme bei der Rekrutierung

Passende Kandidaten für die offenen Positionen im Entwicklerteam zu finden, gestaltete sich weitaus schwieriger als jede andere Rolle im Unternehmen. Es hat nicht genügt, einfach nur eine Premium-Anzeige in den großen Jobbörsen zu schalten, wie wir es üblicherweise gemacht haben. Die Anzahl der qualitativen Anwärter war einfach zu gering. Das bedeutete, dass wir viel Zeit, Mühe und auch ein wenig Geld aufwenden mussten, um unsere Suche auf LinkedIn und verschiedenen anderen Kanälen zu erweitern, um genügend geeignete Kandidaten zu finden.

Es dauerte einige Zeit, die Lebensläufe und Anschreiben durchzugehen, um die wenigen Kandidaten herauszufiltern, die unseren Anforderungen entsprachen. Die allgemeinen und technischen Interviews veranschlagten noch mehr Zeit.

Vor allem die technischen Interviews stellten uns vor weitere Probleme – denn weder ich, noch mein Partner sind Entwickler. Mein Mitbegründer hatte zumindest einen Abschluss in Computer-Wissenschaften vorzuweisen, war aber nie Entwickler geworden. Wir mussten uns auf die Hilfe eines Freundes verlassen, um die technischen Kompetenzen der Bewerber beurteilen zu können, was leider alles andere als ideal war.

Ein Mangel an Bewerbern bedeutete ebenfalls, dass wir einige Kompromisse bei den Einstellungen eingehen mussten. Man kann sagen, dass wir bei unserem 4-köpfigen Team nur mit einem der Entwickler und dem Front-End-Webdesigner zufrieden waren. Die anderen beiden hatten eine fragwürdige Arbeitseinstellung und Motivation, waren teuer und verließen das Unternehmen nach einigen Monaten, nachdem sie Ressourcen an sich gebunden haben im Austausch für wenig Produktivität und Arbeitsresultate.

Freigabe-Management

Ein drittes großes Problem als direkte Folge unserer betriebseigenen Entwicklung bestand darin, dass keiner der Mitbegründer einen Entwicklungshintergrund hatte und deshalb Probleme bei der Veröffentlichung von neuen Features auftraten. Wir hatten keinerlei Anhaltspunkte, ob unsere Entwicklungs- und Veröffentlichungszyklen für neue Funktionen effizient waren oder nicht.

Wir mussten auf die Aussagen unserer Entwickler vertrauen, die oft voneinander abwichen. Die Situation stellte auch ein klares Potenzial für Interessenkonflikte dar –  es hat klar an einer erfahrenen Autorität gefehlt, die in der Lage gewesen wäre, Zeitpläne anhand objektiver Benchmarks genau abzuschätzen.

Wäre Outsourcing der Softwareentwicklung eine bessere strategische Wahl für unser Start-up gewesen?

Rückblickend betrachtet haben wir mit der Inhouse-Softwareentwicklung die falsche Wahl getroffen. Wir waren der Meinung, dass unsere Bedenken gegen die Zusammenarbeit mit einer Outsourcing-Agentur begründet waren und uns fest angestellte Mitarbeiter mehr Kontrolle geben, Geld einsparen und eine schnellere Entwicklung mit sich bringen würden.

Am Ende war das Gegenteil der Fall.

Wir hatten versucht, mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten, waren mit den Ergebnissen aber nicht zufrieden. Zu dieser Zeit war die offensichtliche Antwort, die Entwicklung im eigenen Betrieb voranzubringen.

Wir hätten stattdessen den richtigen Outsourcing-Partner finden sollen – jemanden, der sich an die abgesprochenen Fristen hält.

Ich will hiermit nicht sagen, dass die Arbeit mit einem externen IT-Unternehmen nicht ohne Probleme vonstattengeht. Wir hatten genug Komplikationen mit unseren ersten beiden Wahlen, weshalb wir beschlossen, die bittere „Inhouse-Pille“ zu schlucken.

Es hätte keine realistische Möglichkeit gegeben, die Probleme, die die Inhouse-Entscheidung mit sich brachte, zu vermeiden. Ein einziger Faktor hätte jedoch genügt, um das Outsourcing-Unterfangen zu einer optimalen Entscheidung zu wandeln – und zwar die Wahl des richtigen Partners. Dies läge weit mehr in unserer Kontrolle, hätten wir es erneut mit einem strengeren und besseren Auswahlverfahren versucht.

Ein externes IT-Unternehmen, welches die eigenen Geschäftsinteressen mit unseren in einer Win-win-Situation in Einklang bringen würde, hätte zahlreiche Vorteile mit sich gebracht, was für unser Start-up und unser ROI beim späteren Ausstieg einen riesigen Unterschied gemacht hätte. Obwohl wir dennoch einen moderaten ROI zu verzeichnen hatten, hätten wir weitaus mehr bei Abschluss erreichen können, wenn wir nicht den strategischen Fehler begangen und uns für ein Vollzeit-Inhouse-Entwicklerteam entschieden hätten.

Warum IT-Outsourcing die beste Lösung für Start-ups darstellt, um eigene proprietäre Software zu entwickeln

Die richtige Lösung für ein Start-up ist nicht unbedingt die richtige Lösung für alle Start-ups. Die Umstände variieren. Es gibt jedoch eine Reihe von Gründen, die dafür sprechen, dass IT-Outsourcing die optimale Lösung für Start-ups darstellt, die ihre eigene Software entwickeln – und dies gilt für die meisten jungen Unternehmen in ihren frühen Entwicklungsstadien.

Das Vermeiden von Overheadkosten kann den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten

Keine Overheadkosten – Durch IT-Outsourcing können Start-ups je nach Cashflow ihre Softwareentwicklung anpassen. Eines der größten Probleme für jüngere Unternehmen ist der unsichere Cashflow. Der Zeitpunkt und etwaige Erfolg von Förderrunden kann nämlich nicht garantiert werden. Die Möglichkeit, die Kosten kurzfristig zu senken, kann für Start-ups im Frühstadium zum Rettungsanker werden. Minimale fixe Overheadkosten, die schnell angepasst werden können, sind für Start-ups in der Wachstumsphase häufig von entscheidender Bedeutung.

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Qualifizierte und erfahrene Softwareentwickler einzustellen ist aufwendig – sollte das Ihr Fokus sein?

Viele Schwierigkeiten erwarten Arbeitgeber bei der Einstellung erfahrener und hochqualifizierter Talente aus dem Technologie-Sektor. Für Softwareentwickler und andere IT-Spezialisten besteht auf dem Markt eine riesige Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Ab dem Jahre 2020 gibt es schätzungsweise eine halbe Million IT-Spezialisten weniger, als es der Markt der EU28 fordert. Dieses Ungleichgewicht treibt die Kosten von selbst mäßig qualifizierten und erfahrenen IT-Spezialisten wie Softwareentwicklern in ungeahnte Höhen.

Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in Westeuropa bedeutet auch, dass selbst wenn ein Start-up bereit und in der Lage wäre, Softwareentwickler oder andere IT-Spezialisten einzustellen, die erforderlich wären, um die Produkte auf ein hohes Qualitätsniveau zu bringen, wäre der Rekrutierungszyklus immer noch mit einer Menge Zeit und Aufwand verbunden.

In Deutschland dauert es nämlich durchschnittlich mehr als 3 Monate, um ein 3-köpfiges Entwicklerteam zu rekrutieren, plus mindestens einen weiteren Monat, um eine gute Produktivität zu erreichen. Dies ist eine lange Zeit für ein Start-up, da neue Unternehmen so schnell wie möglich an Zugkraft gewinnen müssen.

Es gibt einige Mitarbeiter, die die Herausforderungen und die Flexibilität eines Start-ups vorziehen, aber dies ist eine Minderheit im Vergleich zu denen, die die Stabilität und die traditionellen Karrieremöglichkeiten bei namhaften Arbeitgebern vorziehen. Dies ist selbst dann der Fall, wenn die angebotenen Finanz- und Leistungspakete gleich sind.

Wenn es selbst für etablierte Unternehmen und sogar Konzerne schwierig ist, die benötigten IT-Fachkräfte einzustellen, gilt dies für Start-ups umso mehr.

In diesem Zusammenhang muss ein Start-up, das IT-Spezialisten als interne Mitarbeiter einstellen möchte, sorgfältig überlegen, wie viel Zeit und Mühe erforderlich sind, um diese erfolgreich zu rekrutieren und zu halten. Ist die Bekämpfung von Markteinschränkungen und der Versuch, interne Mitarbeiter einzustellen, wirklich der beste Weg, die begrenzte Zeit während der Startphase zu nutzen?

Und die Kostenfrage….

Die überhöhte Nachfrage auf dem Markt für IT-Spezialisten bedeutet, dass ein in Westeuropa ansässiger Softwareentwickler in der Regel zwei- bis dreimal so teuer ist wie der entsprechende Spezialist in Osteuropa. Diese Kosten können sich für besonders gefragte Technologiepakete und -fähigkeiten wie DevOps- und Cloud-Spezialisten nochmals erhöhen.

Sind die Argumente für eine Einstellung vor Ort und im eigenen Unternehmen wirklich überzeugend genug, um die Übernahme dieser erheblichen zusätzlichen Kosten und des Aufwands in der Startphase zu rechtfertigen?

Wenn Sie noch nicht die Details bezüglich der Unterschiede bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen im Jahr 2020 für verschiedene IT-Spezialisten in verschiedenen Regionen der Welt kennen, finden Sie eine vollständige Tabelle in unserem Blogbeitrag „IT Outsourcing – Unfashionable Necessity to Strategic Must.“

Können Sie es sich leisten, Verzögerungen zu riskieren, wenn interne Softwareentwickler das Unternehmen verlassen oder über einen längeren Zeitraum nicht arbeiten können?

Wir haben bereits den hohen Aufwand angesprochen, mit dem die meisten Start-ups zu rechnen haben, sollten sie  IT-Spezialisten fest einstellen. Ein weiteres überzeugendes Argument für IT-Outsourcing als die bessere strategische Option ist die Tatsache, dass sich Gründer und Management auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, anstatt sich mit dem Rekrutierungsprozess zu belasten.

Aber falls dieser Rekrutierungsprozess dennoch anfänglich erfolgreich sein sollte, was passiert dann mit dem Start-up, wenn die eingestellten Spezialisten beschließen, den Betrieb kurzfristig zu verlassen? Oder, wenn sie aufgrund von Krankheit oder Verletzung über einen längeren Zeitraum ausfallen?

Je kleiner ein Team ist, desto mehr haben Personalprobleme, die unweigerlich oder zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten, einen größeren Einfluss darauf, geplante Zeitpläne fristgerecht einhalten zu können. Und gerade für Start-ups, bei denen die Zugkraft und zukünftige Finanzierungsrunden häufig eng mit den Software-Release-Zeitplänen verbunden sind, muss dies eine wichtige strategische Überlegung sein.

Die Zusammenarbeit mit einem externen IT-Unternehmen trägt wesentlich zur Neutralisierung dieser Risiken bei. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass IT-Spezialisten niemals ein Drittunternehmen verlassen oder dass sie sich nicht für bestimmte Projekte oder Kunden eignen.

Externe IT-Unternehmen beschäftigen jedoch in der Regel mindestens zehn oder sogar hunderte Spezialisten, sodass sie viel flexibler sind, wenn es darum geht, eine Person zu ersetzen, die an einem bestimmten Projekt arbeitet. Dies gilt unabhängig davon, ob eine vorübergehende Änderung bei Krankheit, Verletzung oder persönlichen Umständen eintritt oder wenn diese Veränderung dauerhaft ist, wenn Mitarbeiter ein anderes Angebot annehmen, es Konflikte gibt oder andere Gründe dazu führen, dass ein Mitarbeiter zu einem bestimmten Zeitpunkt möglicherweise ersetzt werden muss.

Start-ups, die ihre Softwareentwicklung an den richtigen Partner auslagern, verringern das Risiko, dass Freigabe-Zyklen nicht nach Plan verlaufen.

Externe IT-Unternehmen sind Technologiespezialisten – Start-up-Gründer und Manager sind Unternehmer

Natürlich können nicht alle Start-up-Gründer über einen Kamm geschert werden, aber bei einem Großteil handelt es sich nicht um Technologie- oder Produktspezialisten, sondern um Unternehmer und Manager.

Das bedeutet, dass ihre Fähigkeiten und ihre Zeit in den meisten Fällen für das Start-up von größtem Nutzen sind, wenn es darauf ankommt, das Geschäftsmodell zu erstellen, aktuellen oder potenziellen Kunden zuzuhören und das Produkt oder die Dienstleistung zu entwerfen.

Gute externe IT-Unternehmen sind hingegen Spezialisten, wenn es um die Erstellung von Softwarelösungen im Sinne der Absprache geht – und dies pünktlich und innerhalb des Budgets. Sie verfügen über umfangreiche Erfahrungen in der Softwareentwicklung und können daher Planungsfehler bereits im Vorfeld ausschließen. Sie sind auch Experten für die Rekrutierung von IT-Spezialisten, die sowohl von den technischen, als auch von den Soft-Skills abhängt und wissen, welche Fragen sie stellen müssen und was es darüber hinaus beim Lebenslauf und den angegebenen Erfolgsbilanzen der Kandidaten noch alles zu beachten gilt. Des Weiteren verfügen sie über das nötige Fachwissen, die passenden Spezialisten für das richtige Projekt zuzuweisen und die Technologieplattformen, die Erfahrungen und die Kosten mit den jeweiligen Bedürfnissen und Vorlieben abzustimmen.

Das Freigabe-Management ist ein weiterer Erfahrungsbereich, dessen Einfluss nicht zu unterschätzen ist: Die Abläufe nach Plan zu steuern, aber auch entschlossen zu reagieren, wenn es zu Fehlern kommt und sicherzustellen, dass der Projektsponsor immer weiß, was wann und warum passiert, ist unabdingbar.

Fall Sie wirklich komplett davon überzeugt sind, über die nötige Erfahrung und das Fachwissen zu verfügen, um beurteilen zu können, wann eine vorgeschlagene Technologielösung unter den gegebenen Umständen die optimale Wahl ist? Oder um Spezialisten zu realistischen Zeitplänen und anderen Antworten als „das ist unmöglich“ zu bewegen? Falls ja, dann Gratulation! Wenn nicht, verfügt der richtige IT-Outsourcing-Partner über die nötige Erfahrung und das Fachwissen.

Der Schlüssel zum Erfolg für das Outsourcing der Softwareentwicklung ist zugleich einfach wie herausfordernd – es geht darum, den richtigen Partner zu finden

Natürlich gelten alle Vorteile, die mit dem Outsourcing der Softwareentwicklung durch Start-ups verbunden sind nur dann, wenn auch der richtige Partner ausgewählt wird. Dies ist der Fall, wenn unternehmenskritische Arbeiten einem Drittunternehmen anvertraut werden.

Die Entscheidung, aus Angst die Entwicklung inhouse voranzutreiben war ein großer Fehler unseres Start-ups. Es ist der falsche Weg, eine solch wichtige Entscheidung auf diese Weise anzugehen.

Der richtige Weg besteht darin, die Vor- und Nachteile der betriebseigenen Softwareentwicklungskapazitäten im Vergleich zu externen Anbietern gründlich abzuwägen. Hoffentlich konnte dieser Blog und meine Erfahrungen hierzu beitragen. Wenn Sie wie auch ich zu dem Schluss gekommen sind, dass ein externer Partner die richtige strategische Entscheidung ist, müssen Sie sich nur noch für den passenden Partner entscheiden. In unserem speziellen Blogbeitrag finden Sie detaillierte Informationen rund um die Methodik bei der Auswahl eines passenden IT-Outsourcing-Partners.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die falsche strategische Entscheidung aus Angst keine Option sein sollte. Zumal hierbei mindestens ein ebenso großes Risiko besteht, dass interne Abläufe nicht funktionieren und dies zu noch größeren Problemen führt.

Ein Start-up aus dem Nichts zur Rentabilität zu führen, erfordert viele richtige Entscheidungen und ein entschlossenes Auftreten, wenn etwas falsch läuft – denn nicht jede Entscheidung wird perfekt funktionieren. Das nötige Selbstvertrauen, um die richtigen strategischen Entscheidungen für das eigene Start-up zu treffen und die Details dieser Entscheidungen zu meistern, ist die wichtigste Grundlage für den Erfolg Ihres Unternehmens.

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