Qualität + Transparenz durch Agile Test Coaches

Qualität + Transparenz durch Agile Test Coaches

Wie ein Agile Test Coach ein effektives Testumfeld schafft, zeigt dieser Artikel

Ein effektives Testmanagement mit den richtigen Tools, gesteuert von einem erfahrenen Agile Test Coach, brachten unserem Kunden die dringend notwendige Qualitätssicherung bei der Softwareentwicklung. Es war ein einfacher Report des Testmanagement-Werkzeuges TestRail, der uns einen neuen Auftrag brachte.

Einfach insofern, als dass wir es unserem Kunden – nennen wir ihn Herr Müller – lediglich zeigten und die Vorteile für sein Unternehmen deutlich machten.

„Das will ich auch haben!“, rief er. Weil er spürte, dass sie ein Qualitätsproblem hatten. Und er nicht wusste, wie groß es ist. Es ist diese Art von Kontrollverlust, den Manager zu Recht gar nicht mögen.

Das Projektumfeld war wie üblich fordernd und agil. Mit ständig neuen Requirements vom Fachbereich, um im harten Wettbewerb mit den anderen Anbietern zu bestehen.

Das Projekt wurde natürlich im Scrum-Rhytmus umgesetzt. Schließlich hatte es sich in der Entwicklung bewährt. In Scrum ist das Entwicklerteam für die Qualität zuständig, und dafür, dass je Sprint die Applikation korrekt ausgeliefert wird. Und irgendwie gelang es ihnen ja auch immer.

Es war genau dieses „irgendwie“, dass ihn störte.

Zu viel Unzufriedenheit gab es. Der Fachbereich musste sehr häufig mittesten, was teure und hochqualifizierte Mitarbeiter von ihrer eigentlichen Arbeit abhielt. Das Management war sich oft unklar über den aktuellen Entwicklungsstand, außerdem gab es zu viele Bugs in der Produktion, was natürlich sofort Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit und sogar auf das direkte, operative Geschäft hatte.

Unvergessen, als zur besten Verkaufszeit, die Server abrauchten und willige Kunden nicht kaufen konnten. Und selbst die Entwickler waren unzufrieden, da sie sich nicht darauf konzentrieren konnten, was sie am liebsten mochten – guten Code zu entwickeln.

Vorteile der systematischen Testkoordinierung durch durch einen Agile Test Coach

Was fehlt, ist eine zweite Sicht auf das Thema Qualität, dachte ich, als ich von seinem Problem erfuhr. „Und zwar aus Sicht des Auftraggebers, oder auf Neudeutsch: Stakeholder.“

Ich fuhr fort: „Entwickler können Code stets nur aus ihrem Blickwinkel testen, so wie sie die Spezifikation verstanden haben. Wer aber stellt sicher, dass sie es richtig verstanden haben?“

Herr Müller nickte. „Ja, man ist stets gefangen in seiner eigenen Wahrnehmung. Eigentlich eine Binsenweisheit.“

„Und das gleiche gilt natürlich auch für den beauftragenden Fachbereich und den Product Owner. Auch er ist gefangen in seiner Wahrnehmungswelt, auch er kann Lücken und Inkonsistenzen in seiner Spezifikation schlecht erkennen.“

„Also, was wir brauchen, ist eine Lösung – egal ob eine Person oder ein Tool – die die Korrektheit der Spezifikation und das korrekte Verständnis bei der Implementierung überprüft.“

„Das ist sehr einfach“, antwortete ich und machte eine theatralische Pause, damit dieser Satz auch seine Wirkung entfaltet.

„Qualitätssicherung muss systematisch erfolgen und fängt bereits mit Spezifikation, ja mit der Planung und Aufstellung des Projektes an. Zentraler Baustein ist dabei die methodische Testfallermittlung, welche basierend auf der Spezifikation relevante Testfälle ableitet, die dann systematisch und möglichst automatisiert überprüft werden.“

„Relevante Testfälle bedeutet also, ich teste nur, was nötig ist, dass aber teste ich.“

„Absolut korrekt“, antwortete ich.

„So minimiere ich die Kosten und maximiere den Nutzen. Das mag ich“, übersetzte Herr Müller ins Management-Sprech.

„Der zweite, genauso wichtige Vorteil ist die Transparenz, die dadurch entsteht. Denn dadurch, dass das gesamte Funktionsspektrum getestet wird, ist auch zu jedem Zeitpunkt klar, wieviel Funktionen getestet zur Verfügung stehen.“

„Erreicht man das denn nicht durch die Anzahl der geschlossenen Tickets?“ – „Wenn sie sorgfältig getestet wurden, ja. Allerdings erhält man dann erst zu einem sehr späten Zeitpunkt, nämlich beim Integrationstest, diese Information. Durch die Dokumentation der Testfälle wissen alle Beteiligten viel frühzeitiger, wie der Stand ist.“

„Und dass ist dann auch der dritte wichtige Vorteil. Der Prozess ist transparent, nachvollziehbar und revisionssicher. Und Automatisierbar. Idealerweise lässt er sich als Teil der Continuous Integration einbinden.“

Agile Test Coach

Herr Müller dachte weiter nach. „Hört sich einfach an. Nach meiner Erfahrung sind die einfachen Dinge aber häufig schwierig umzusetzen.“

„Es ist in der Tat leider so, dass es häufig ein Problem mit dem Qualitätsbewusstsein gibt. Wer mag schon von sich sagen, dass er Fehler macht? Daher empfiehlt sich der Einsatz eines Agile Test Coaches. Er hilft bei der Planung und Umsetzung des Qualitätsmanagements.

  • Festlegen der Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Auswahl geeigneter Werkzeuge
  • Identifizierung der Testobjekte
  • Festlegen der Testdurchführung (manuell, automatisiert…)
  • Bereitstellen der Testdaten
  • Testreporting

Ihm zur Unterstützung gibt es in der Regel technisch versierte Test Engineers, welche die Tests automatisieren. Entweder über Skripte, die die Business-Logik testen, oder über Cucumber+Selenium, mit dem sehr einfach die Oberflächen getestet werden können.

„Und über die Testwerkzeuge bekomme ich dann diese aussagekräftigen Test-Reports“, und zeigte auf den Monitor.

Womit wir wieder am Ausgangspunkt angekommen wären, dachte ich und musste schmunzeln.

„Genau. Und auf diese Weise erhält das Management jederzeit die notwendige Transparenz, um den Projektfortschritt zu erkennen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.“

Auf einmal schaute Herr Müller nachdenklich. „Aber wenn man einmal sich auf einen Agile Test Coach eingelassen hat… wahrscheinlich wird es ja ein Externer sein… den wird man doch nie wieder los.“

„Ja und Nein. Üblicherweise genügen drei Monate um das Verfahren zu etablieren, die Vorteile direkt in der Praxis allen Beteiligten zu zeigen und das Know-how zu transferieren. Aber es braucht natürlich jemanden, der bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen.“

„Dafür werde ich schon sorgen“, sagte Herr Müller und stand auf.

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